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Dressurlektionen richtig ausführen
Im Hobby Horsing können fast alle Dressurlektionen nachgeahmt werden, die man auch beim echten Reitsport kennt. Eine besondere Herausforderung dabei ist, dass der Sportler nur zwei statt vier Beine hat, was kreative Lösungen erfordert.
Hobby Horsing ist eine einzigartige Sportart, bei der der Sportler sowohl das Pferd als auch den Reiter darstellt. Die Beine des Sportlers fungieren als die Beine des Pferdes, während der Oberkörper die Rolle des Reiters übernimmt. Bei der Vorhandwendung zum Beispiel symbolisieren die Beine des Hobby Horsers die Vorderbeine eines echten Pferdes und die Bewegung wird ohne Beinüberkreuzung ausgeführt. Bei der Hinterhandwendung hingegen kreuzen die Beine des Sportlers, um die Bewegungen der Hinterbeine eines Pferdes darzustellen. Diese Anpassungen und die damit verbundene Kreativität machen Hobby Horsing zu einer anspruchsvollen und faszinierenden Sportart. Dressurlektionen sind spezifische Übungen, die im Rahmen der Dressur
ausgeführt werden und die jeweils eine eigene Geschmeidigkeit, Versammlung und Eleganz präsentieren. Diese Übungen stellen hohe Anforderungen an den Hobby Horser. Hier stehen Präzision und Technik im Vordergrund. Bei der Ausführung der Lektionen ist ein hohes Maß an Konzentration, Körperbeherrschung, Rhythmus und Gleichmäßigkeit gefragt.

Es wird empfohlen, zunächst die Grundlagen, wie korrekte Zügelhaltung, korrekter Handwechsel mit Stabwechsel, richtiger Rhythmus in der jeweiligen Gangart, korrektes Auffußen, gründlich zu erlernen, bevor man sich an das Training der teilweise recht anspruchsvollen Dressurlektionen wagt. Dies stellt sicher, dass die komplexen Bewegungen mit der nötigen Eleganz und Kontrolle durchgeführt werden können.
Halten
Der Hobby Horser steht mit paralleler Beinhaltung. Der Kopf des Hobby Horses wird leicht unter der Normalstellung getragen.
Rückwärtsrichten
Beim Rückwärtsrichten mit dem Hobby Horse wird erwartet, dass der Reiter eine festgelegte Anzahl von Schritten rückwärtsgeht, wobei jeder Schritt eine gleichbleibende Trittlänge hat. Hierbei sind folgende Punkte zu beachten:




Schulterherein
Die Übung, die hier beschrieben wird, ist eine anspruchsvolle Bewegung, die vom Hobby Horser hohe Koordinationsfähigkeiten erfordert. Sie wird entlang einer geraden oder gebogenen Linie ausgeführt. Dabei gibt es spezifische Anforderungen sowohl an die Haltung des Reiters als auch an die Position des Hobby Horses.



Drehung und Stellung In allen Dressurprüfungen wird auch die Stellung und Drehung gefordert. Dabei bezieht sich die Stellung auf die Ausrichtung des Hobby Horse Kopfes und die Drehung auf die Ausrichtung des Hobby Horse Stabs sowie des Oberkörpers des Hobby Horsers.
Seitwärtsgehen
Das Seitwärtsgehen mit dem Hobby Horse ist eine komplexe Bewegung, die sowohl eine Vorwärts als auch eine Seitwärts-Komponente beinhaltet. Dabei werden die Beine in einer vorwärtsseitwärts kreuzenden Bewegung eingesetzt. Diese Bewegung erfordert eine gute Koordination und Körperbeherrschung, um flüssig und harmonisch ausgeführt zu werden.
1. Körperhaltung:
Während der Übung ist der Oberkörper in die entgegengesetzte Richtung der Beinbewegung gedreht. Wenn die Beine nach rechts kreuzen, ist der Oberkörper nach links gedreht und umgekehrt. Diese Drehung des Oberkörpers hilft, die Balance zu halten und die Bewegung zu stabilisieren
2. Fußposition und Orientierung:
Die Fußspitzen sind während der gesamten Übung in einem Winkel von etwa 45 Grad ausgerichtet. Diese Ausrichtung kann entweder zur Bahnmitte oder zur Außenbegrenzung der Bahn zeigen, abhängig davon, in welche Richtung die Übung ausgeführt wird. Dieser Winkel der Fußspitzen hilft, die notwendige seitliche Bewegungsrichtung zu unterstützen und die Stabilität zu erhöhen.
3. Hobby Horse-Position:
Der Kopf des Hobby Horses ist leicht gegen die Bewegungsrichtung geneigt.
4. Vergleich mit dem Schulterherein:
Das Seitwärtsgehen ähnelt in seiner Bewegungsdynamik der Übung Schulterherein. Beide Übungen beinhalten eine Vorwärtsseitwärtsbewegung, jedoch wird beim Seitwärtsgehen eine kreuzende Beinarbeit betont. Diese Technik erlaubt es, entlang der Begrenzung eine gleichmäßige seitliche Bewegung beizubehalten, während gleichzeitig ein Vorwärtsimpuls erhalten bleibt.
Technische Tipps
Koordination: Achte darauf, die Bein und Oberkörperbewegungen gut zu koordinieren, um eine flüssige Bewegung zu erreichen.

Balance: Halte deinen Oberkörper stabil und gedreht, um das Gleichgewicht während der Bewegung zu sichern.
Blickrichtung :Schau in die Bewegungsrichtung. Sanfte Neigung des Hobby Horses: Achte darauf, dass das Hobby Horse nur leicht gegen die Bewegungsrichtung geneigt ist.



Traversale
Die Traversale ist eine anspruchsvolle Bewegungsübung im Hobby Horsing, bei der sowohl Geschicklichkeit als auch Koordination gefordert sind. Sie kombiniert eine vorwärtsseitwärts gerichtete Beinbewegung mit einer kontrollierten Körperhaltung und erfolgt entlang einer diagonalen Linie. Diese Übung kann in allen drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp ausgeführt werden, wobei besonders auf die Versammlung geachtet wird.



1. Oberkörper und Kopf:
Während der Traversale sind der Oberkörper des Reiters und der Kopf des Hobby Horses leicht in die Bewegungsrichtung gedreht und gestellt. Dies unterstützt die korrekte Ausführung der Übung und sorgt für eine harmonische Bewegung.
2. Beinbewegung:
Die Beine des Reiters werden immer vorne gekreuzt. Dies erfordert eine sorgfältige Koordination, um die Bewegung flüssig und elegant erscheinen zu lassen.
Gangarten und Versammlung
3. Schritt:
Im Schritt ist die Traversale eine langsame und präzise Übung, bei der der Fokus auf der gleichmäßigen Kreuzung der Beine und der stabilen Haltung des Oberkörpers liegt.
4. Trab:
Im Trab wird die Traversale dynami scher, wobei die Balance zwischen Vorwärtsbewegung und seitlichem Kreuzen der Beine gehalten werden muss. Hier spielt die Versammlung eine wichtige Rolle.
5. Traversale im Galopp:
Im Galopp erfordert die Traversale besondere Aufmerksamkeit. Es ist wichtig, den richtigen Handgalopp zu wählen: Eine Linkstraversale
wird im Linksgalopp und eine Rechtstraversale im Rechtsgalopp ausgeführt. Dies sichert die Balance und verhindert Fehltritte.
Tipp Diese Lektion kann im Schritt, Trab und Galopp ausgeführt werden
Weitere Tipps
Bewegungsrichtung
Die diagonale Linie, entlang der die Traversale ausgeführt wird, muss klar definiert und eingehalten werden.
Versammlung:
Die Versammlung ist entscheidend, um die Bewegung präzise auszuführen.
Kreuzung der Beine:
Die Beine werden immer vorne gekreuzt. Nur das äußere Bein kreuzt. Beispiel: Linkstraversale: Linkes Bein zur Seite (nach links), rechtes Bein kreuzt vor dem linken.
Vorhandwendung
Die Vorhandwendung ist eine Übung im Hobby Horsing, bei der der Reiter eine 180GradDrehung im Schritt um den Kopf des Hobby Horses aus führt. Die Übung beginnt und endet im Halten.
1. Ausführung der Übung:
Die Beine stehen dabei parallel und das Hobby Horse ist in einer natürlichen Haltung.
2. Stellung des Kopfes:
Stelle den Kopf deines Hobby Horses in die Richtung, in die die Drehung erfolgen soll.
3. Beginn der Drehung:
Hebe dein Bein leicht (das Bein auf der Seite, zu der du dich drehst) und setze es ein kleines Stück auf der Stelle und zur Seite, ohne es zu kreuzen. Das äußere Bein bleibt stabil und bewegt sich in einem kleinen Kreisbogen.
4. Schrittrhythmus:
Achte darauf, dass der Schrittrhythmus konstant bleibt. Das bedeutet, dass die Schritte gleichmäßig und ruhig ausgeführt werden.
5. Kontinuierliche Drehung:
Wiederhole den Vorgang, indem du deine Beine abwechselnd bewegst, immer darauf bedacht, den Kopf des Hobby Horses in die Bewegungsrichtung gestellt zu lassen.
Die Bewegung sollte fließend und harmonisch sein, ohne ruckartige oder hastige Schritte. Im Grunde auf der Stelle.
6. Abschluss der Drehung:
Stelle sicher, dass die Beine parallel stehen und das Hobby Horse in einer natürlichen Haltung verbleibt.





Fehlervermeidung
Übermäßige Kopfstellung:
Vermeide es, den Kopf des Hobby Horses zu stark zu stellen. Eine leichte Stellung reicht aus.
Beine:
Achte darauf, dass die Beine sich nicht kreuzen. Sie sollen sich in einem kleinen Kreisbogen bewegen.
Unruhiger Rhythmus:
Vermeide hastige oder ungleichmäßige Schritte. Ein gleichmäßiger Schrittrhythmus ist entscheidend für eine kontrollierte Wendung.
Hinterhandwendung
Die Hinterhandwendung ist eine ähnliche Drehung, wie die Vorhandwendung. Im Gegensatz zur Vorhandwendung werden hier die Beine bei der Bewegung gekreuzt. Der Hobby Horser führt eine 180-Grad-Bewegung um das Ende des Hobby Horse-Stabs als Drehpunkt aus. Bei dieser Lektion drehst du dich um die imaginären Hinterbeine deines Hobby Horses. Die Bewegung erfordert Präzision, Rhythmus und eine gute Koordination.
1. Ausgangsposition:
Stelle dich aufrecht hin. Die Beine stehen parallel zueinander.
2. Stellung und Blickrichtung:
Der Kopf des Hobby Horses wird leicht in die Richtung geneigt, in die die Drehung beginnen soll.Dein Blick ist in Bewegungsrichtung gerichtet.
3. Beginn der Wendung:
Beginne mit einem Schritt zur Seite, indem du das Bein auf der Seite der Bewegungsrichtung hebst und seitlich versetzt. Halte das Hobby Horse dabei in Richtung der Drehung gestellt. Das bedeutet: der Kopf des Pferdes zeigt weiterhin in die Richtung, in die die Drehung erfolgt.
4. Überkreuzen der Beine:
Das Bein (auf der Seite entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung) wird nun seitlich und leicht überkreuzend vor das andere Bein gesetzt. Dies führt dazu, dass dein Körper in einem leichten Halbkreis um die Hinterhand des Hobby Horses schwenkt. Achte darauf, dass der Bewegungsradius gleichmäßig und kontrolliert ist, sodass die Bewegung fließend wirkt.


Wichtige Tipps
Konzentration auf den Rhythmus:
Ein gleichmäßiger Schrittrhythmus ist entscheidend für die korrekte Ausführung der Hinterhandwendung.
Körperspannung:
Achte darauf, dass deine Körpermitte (Bauch- und Rückenmuskulatur) angespannt bleibt, um geschmeidige Bewegungen zu erzielen.
Übung macht den Meister:
Die Hinterhandwendung erfordert viel Übung, bis sie akkurat funktioniert. Beginne langsam und steigere die Geschwindigkeit, wenn du sicherer wirst. Es ist wichtiger, die Bewegung präzise auszuführen, als sie schnell zu machen. Eine langsame, saubere Drehung ist besser als eine hastige und ungenaue.


5. Fortsetzung der Drehung:
Setze die Bewegung fort, indem du weiterhin ein Bein zur Seite und das andere überkreuzend vor das andere setzt. Die Füße sollten immer in einem leichten Kreisbogen zueinanderstehen, und die Drehung erfolgt ausschließlich seitwärts. Es darf kein Vorwärts- oder Rückwärtsschritt gemacht werden. Währenddessen bleibt der Kopf des Hobby Horses in die Bewegungsrichtung gestellt, der Schrittrhythmus wird konstant beibehalten.
6. Abschluss der Drehung:
Die Drehung wird abgeschlossen, wenn du eine halbe Drehung (180 Grad) vollendet hast. Beide Füße sollten nun wieder parallel zueinanderstehen. Das Hobby Horse ist ebenfalls in die neue Richtung ausgerichtet.

Häufige Fehler, die du vermeiden solltest:
— Achte darauf, dass die Füße nur seitwärts überkreuzen und keine Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung stattfindet.
— Die Füße sollten immer in einem gleichmäßigen Kreisbogen zueinander stehen. Ein zu enger CRåer zu weiter Bogen kann die Balance stören.
— Lass nicht zu, dass deine Schultern hochgezogen oder verkrampft werden. Halte die Arme locker, aber stabil.
Kurzkehrt / Kehrtwendung
Die Kurzkehrtwendung ist eine flüssige Wendung um 180 Grad, ohne vorher zu halten. Diese Wendung kann in allen Gangarten erfolgen, wird jedoch meistens im Schritt ausgeführt.
I. Ausgangsposition:
Die Kurzkehrtwendung erfolgt während des Reitens. Bereite dich mental auf die Wendung vor, indem du den Punkt ins Auge fasst, an dem du die Wendung einleiten möchtest.
3. Ausführung der Wendung:
Führe nun die eigentliche Wendung aus, indem du dein inneres Bein leicht nach vorne und seitlich bewegst und dein äußeres Bein über das innere Bein kreuzen lässt. Wenn du nach links wendest, kreuzt dein rechtes Bein vor deinem linken. Achte darauf, dass du kleine, kontrollierte Schritte machst, um die Wendung eng und präzise zu halten. Die Schritte sollten schnell und flüssig erfolgen, ohne dass du dabei die Balance verlierst.
2. Einleitung der Wendung:
Beginne die Wendung, indem du eine leichte Gewichtsverlagerung in Richtung der Wendung vornimmst. Wenn du beispielsweise eine Kehrtwendung nach links reiten verlagere dein Gewicht sanft auf dein linkes Ikin. Gleichzeitig stellst du das Hobby Horse in die Reitrichtung, das bedeutet, dass du die „Pferdenase„ leicht in die Richtung der Wendung drehst.
4. Vollendung der Wendung:
Führe die Kehrtwendung fort, bis du dich um 180 Grad gewendet hast. Das Hobby Horse sollte dabei immer in die Reitrichtung gestellt bleiben und dein Körper leicht in die Bewegungsrichtung gedreht sein. Beide Beine beschreiben einen kleinen Kreisbogen um die Hinterhand.
5. Weiterreiten:
Sobald die Wendung abgeschlossen ist, reitest du flüssig, also ohne vorher anzuhalten, in der vorherigen Gangart weiter. Vermeide es, nach der Wendung zu zögern oder langsamer zu werden. Der Übergang von der Wendung sollte nahtlos sein.
Wichtige Tipps
Fehler, die vermieden werden sollten
Zu große Schritte: Wenn die Schritte zu groß sind, wird die Wendung weniger präzise und du kannst das Gleichgewicht verlieren.
Zögern nach der Wendung: Zögern nach der Wendung lässt den Ablauf unflüssig erscheinen. Übe den Übergang von der Wendung zurück in die verschiedenen Gangarten, um dies zu vermeiden.





Pirouette
Die Pirouette ist eine sehr anspruchsvolle Bewegung, die Präzision und Körperkontrolle erfordert.
Die Pirouette ist eine 360Grad Drehung, die mit möglichst kleinem Radius in der Bewegungsrichtung ausgeführt wird. Dabei bleibt der Kopf des Hobby Horses in aufrechter Position, während sowohl der Oberkörper als auch der Kopf des Hobby Horsers in die Bewegungsrichtung rotiert.
Die Pirouette kann in verschiedenen Gangarten durchgeführt werden: im Galopp, in der Piaffe und im Schritt.
Grundlegende Vorbereitung
Bevor du mit der Ausführung der Pirouette beginnst, ist es wichtig, dass du die richtige Position einnimmst.
1. Aufrechte Haltung:
Dein Oberkörper sollte gerade und aufrecht sein, mit Blick in die Bewegungsrichtung.
2. Kopf des Hobby Horses:
Halte den Kopf des Hobby Horses in einer aufgerichteten Haltung, stelle und drehe dein Hobby Horse in Bewegungsrichtung.
3. Beinposition:
Die Beine sind bei der Pirouette leicht gebeugt.
Ausführung im Galopp
Die Galopp-Pirouette wird immer im Innengalopp in der Versammlung durchgeführt. Der Innengalopp bedeutet, dass das innere Bein weiter vorgreift.



Galopp-Pirouette
Variante 1:
Drehe dich um einen imaginären Punkt hinter dir, während du deutliche Galoppbewegungen machst. Stelle dir vor, dass dieser Punkt hinter dir liegt und du um ihn herumgaloppierst. Achte
darauf, den Radius klein zu halten und den Rhythmus des Galopps beizubehalten. Achte während der Galopp-Pirouette darauf, dass die Beine nicht zu weit ausschlagen.

Variante 2:
Bleibe mit dem äußeren Bein auf der Stelle, während du mit dem inneren Bein einen kleinen Kreisbogen machst. Diese Variante erfordert besondere Kontrolle über das äußere Bein, um die Drehung präzise auszuführen.

Pirouette in der Piaffe
Einleitung der Piaffe:
Beginne mit der Piaffe, einer Trabbewegung auf der Stelle, bei der die Beine rhythmisch abwechselnd angehoben werden.
Körper- und Hobby Horse-Haltung:
Drehe auch hier deinen Oberkörper und den Kopf des Hobby Horses in die Bewegungsrichtung.
Beinbewegung:
Es ist wichtig, dass die Beine nicht gekreuzt werden, sondern parallel zueinander bleiben. Der Galopprhythmus muss während der gesamten Drehung konstant bleiben.

Tritte zählen:
Führe die Pirouette in der Piaffe über 7 — 8 Tritte aus. Drehe dich langsam und achte darauf, den Rhythmus der Piaffe beizubehalten.
Gleichgewicht halten:
In der Piaffe ist das Gleichgewicht besonders wichtig, da du auf der Stelle trittst. Achte darauf, die Beine parallel und gleichmäßig zu bewegen. Im höchsten Punkt bilden deine Beine einen 90-Grad-Winkel.



Schritt-Pirouette
Reite die Pirouette im versammelten Schritt. Dies ist die Gangart mit der niedrigsten Geschwindigkeit, daher ist Präzision hier besonders wichtig.
Beinkreuzung:
Im Schritt ist es erlaubt und erforderlich, die Beine zu kreuzen. Dies hilft, den kleinen Radius der Pirouette einzuhalten.
Körper- und Kopfhaltung:
Halte den Oberkörper und den Kopf des Hobby Horses wieder in die Bewegungsrichtung ausgerichtet.
Schrittanzahl:
Die Pirouette im Schritt wird mit 4 – 8 Schritten ausgeführt. Dabei solltest du darauf achten, dass jeder Schritt exakt gesetzt wird und der Rhythmus der Bewegung beibehalten wird.
WICHTIGE HINWEISE
Balance und Rhythmus:
Die Balance ist der Schlüssel zum Erfolg bei jeder Pirouette. Achte darauf, dass dein Körpergewicht gleichmäßig verteilt ist und der Rhythmus der jeweiligen Gangart (Galopp, Piaffe, Schritt) beibehalten wird.
Konzentration:
Die Pirouette erfordert volle Konzentration. Achte darauf, dass dein Fokus auf der Ausführung der Drehung liegt.
Übung macht den Meister:
Wie bei allen komplexen Dressurlektionen ist auch hier Übung der Schlüssel. Beginne langsam und steigere die Geschwindigkeit und Präzision mit der Zeit.



Piaffe
Die Piaffe ist eine anspruchsvolle Lektion der Dressur, die bei richtiger Ausführung schön anzusehen ist. Sie erfordert viel Präzision und Körperbeherrschung.
1. Grundhaltung:
Halte das Hobby Horse aufrecht. Der Kopf des Hobby Horses sollte aufgerichtet sein, um die Eleganz und den Ausdruck zu unterstützen.
2. Körperhaltung:
Dein Oberkörper sollte aufrecht und stabil sein, das Kinn leicht angehoben. Die Schultern sind entspannt und locker.
3. Beinpositionierung:
Die Beine sollten beim Anheben in einem rechten Winkel (Oberschenkel zu Oberkörper und Unterschenkel zu Oberschenkel) gebeugt werden. Außerdem werden die Fußspitzen gestreckt und nach unten gerichtet.
4. Beinwechsel:
Während ein Bein auf dem Boden steht, bleibt das Knie dieses Beins leicht gebeugt. Das Bein, das nach oben gezogen wird, sollte fließend bis in den rechten Winkel angehoben werden.
5. Bewegungsablauf der Piaffe:
Wechselnde Beinbewegung: Beginne damit, abwechselnd ein Bein nach oben zu ziehen, während das andere Bein auf dem Boden bleibt. Die Bewegung sollte gleich mäßig und kontrolliert sein.
6. Federn des Standbeins:
Beim Auffußen sollte das Standbein leicht nachfedern, jedoch ohne zu hüpfen. Dies verleiht der Bewegung ihre charakteristische Geschmeidigkeit.
7. Bewegung auf der Stelle:
Die Piaffe wird auf der Stelle ausgeführt. Achte darauf, dass du nicht nach vorne oder hinten wanderst, sondern stabil an deinem Ausgangspunkt bleibst.
Variationen der Piaffe
Unterschiedliche Trittanzahlen:
Du kannst die Anzahl der Tritte variieren, um die Schwierigkeit zu steigern oder dich an verschiedene Anforderungen anzupassen. Piaffe in Pirouette: Eine besonders anspruchsvolle Variante der Piaffe ist die Ausführung in Form einer Pirouette. Hierbei drehst du dich während der Piaffe entweder um 180 ° oder 360 °. Achte darauf, dass du die Drehung langsam und gleichmäßig ausführst, um die Balance zu halten.
Abschluss: Beende die Piaffe mit einem fließenden Übergang in die folgende Gangart
Fehlervermeidung
Nicht hüpfen:
Vermeide bei der Bewegung des Standbeins zu hüpfen. Die Beine sollen nur leicht abfedern, aber immer in Kontakt mit dem Boden bleiben.
Korrekte Beinposition::
Achte darauf, dass die Beine immer im rechten Winkel angehoben wer den und die Fußspitzen nach unten zeigen.
Aufrechte Haltung: :
Achte darauf, dass dein Oberkörper aufrecht bleibt und du nicht in eine gebückte Haltung verfällst. Mit regelmäßigem Üben wirst du die Piaffe mit deinem Hobby Horse immer besser beherrschen und die eleganten, präzisen Bewegungen dieser Dressurlektion perfektionieren.



Passage
Die Passage ist eine elegante Lektion im Hobby Horsing mit geschmeidigen Bewegungsabläufen, die ein hohes Maß an Versammlung, Balance und Körperkontrolle erfordert.
Grundhaltung und Vorbereitung
1. Körperhaltung:
Stelle dich in eine aufrechte Haltung. Dein Körper sollte zentriert sein, mit geradem Rücken und entspannten Schultern.
2. Gewichtsverlagerung:
Dein Gewicht sollte gleichmäßig auf beide Beine verteilt sein. Dein Blick ist nach vorne gerichtet, um eine gute Balance zu gewährleisten.
3. Die Bewegung der Beine:
Oberschenkelposition:
Hebe einen Oberschenkel an und winkle ihn in einem 90-Grad-Winkel zum Oberkörper ab. Dies bedeutet, dass dein Oberschenkel parallel zum Boden ist. Das ist die gleiche Haltung, wie bei der Piaffe.
Unterschenkelposition:
Winkle nun den Unterschenkel ebenfalls in einem 90-Grad-Winkel zum Oberschenkel ab, sodass dein Unterschenkel senkrecht zum Boden steht. Achte darauf, dass dein Fuß dabei gestreckt ist und die Fußspitze nach unten zeigt.
Knieposition:
Das Knie des aufgesetzten Beins (das Bein, das sich am Boden befindet) sollte leicht gebeugt sein. Dies sorgt dafür, dass du stabil bleibst und ein leichtes Nachfedern beim Auffußen möglich ist.
4. Der Bewegungsablauf: Auffußen:
Wenn du mit dem angehobenen Bein den Boden berührst, achte darauf, dass das Bein leicht nachfedert. Diese Bewegung sollte weich und kontrolliert sein, ohne dass du dabei hüpfst.
Beinwechsel:
Während ein Bein den Boden berührt und leicht nachfedert, wird das andere Bein gleichzeitig bis in die beschriebene Position (90 Grad abgewinkelter Oberschenkel und Unterschenkel) nach oben gezogen. Diese abwechselnde Bewegung sorgt für den charakteristischen „Heben und Senken“-Effekt der Passage. Das ist ganz ähnlich wie bei der Piaffe.
5. Bewegungstempo und Balance
Langsame Vorwärtsbewegung:
Während du die abwechselnde Beinbewegung ausführst, solltest du dich langsam vorwärtsbewegen. Das Tempo sollte gleichmäßig und kontrolliert sein, um die Versammlung und das Gleichgewicht zu bewahren.
Balance halten:
Achte darauf, dass dein Körper während der gesamten Bewegung ausbalanciert bleibt. Dies bedeutet, dass du nicht nach vorne, hinten oder zur Seite kippst und dein Gewicht stets gleichmäßig verteilt ist.
6. Haltung des Hobby Horses:
Aufgerichteter Kopf:
Der Kopf des Hobby Horses sollte stets aufgerichtet sein, um die hohen Tritte zu unterstützen. Dies hilft auch, die Balance zu halten und eine elegante Erscheinung zu wahren.
7. Feinschliff und Übung:
Wiederholung:
Übe diese Bewegung regelmäßig, um sie zu perfektionieren. Beginne mit kurzen Sequenzen und steigere lang sam die Länge der Passage.
Feinjustierung:
Achte darauf, dass die Bewegung harmonisch wirkt. Dein Ziel ist es, gleichmäßige, fließende und kraftvolle Tritte zu erreichen.
